Zen Dojo Zürich

Setzt euch beharrlich in Zazen. In Zazen zu sitzen ist die Grundlage der Übung. Es ist gut, 35 Jahre zu üben, seinen Hunger mit ein wenig Nahrung zu stillen und seine Sinne zu schonen. Schliesst die Tür und setzt euch hin. Lest keine Sutras, führt mit niemandem Diskussionen. Wenn ihr auf diese Weise übt, ist es zum ersten Mal wirksam. So werdet ihr wie ein Affe, der mit Vergnügen das Innere einer Nuss geniesst. Sehr wenige vollbringen die Kunst, einfach nur in Zazen zu sitzen.

Doshin

Dojo bedeutet "Ort des Weges". Ein Zen Dojo ist ein Ort, in dem man zur Stille, zur Einfachheit des gegenwärtigen Augenblicks und zum wahren Frieden des Geistes zurückfinden kann, eine Oase in unserer bewegten, komplizierten und lärmigen Welt. In der starken und harmonischen Atmosphäre des Dojos wirkt sich der gegenseitige Einfluss der Praktizierenden ebenso wie die Präsenz der Älteren günstig für jeden Übenden aus und ermöglicht so die Verwirklichung einer authentischen Praxis im Alltag.

Das Zazen, von dem ich rede, ist nicht das Erlernen der Meditation, es ist nichts anderes als das Dharma des Friedens und des Glückes, die Übung-Verwirklichung vollkommener Erweckung. Zazen ist die Offenbarung der letzten Wirklichkeit. Fallen und Netze können es niemals einfangen. Habt ihr einmal sein Herz erfasst, so seid ihr wie der Drache, der ins Wasser eintaucht, und wie der Tiger, wenn er ins Gebirge vordringt.

 

Das Zazen von dem ich rede, ist nicht das Erlernen der Meditation, sondern die Lehre des tiefen Friedens und der wahren Freude, die Praxis und Verwirklichung vollkommenen Erwachens. Zazen ist die Offenbarung der letztendlichen Wirklichkeit. Fallen und Netze können es niemals einfangen. Wenn ihr einmal sein Herz erfasst habt, so seid ihr wie der Drache, der ins Wasser taucht und wie der Tiger, der ins Gebirge vordringt.

Eihei Dogen

 

Der weite, unbegrenzte Himmel ist nicht gestört durch das Kommen und Gehen der weissen Wolken.

Sekito

Sesshin bedeutet wörtlich "den wahren Geist berühren", mit sich selbst vertraut werden, mit seinem eigenen Körper und mit seinem Geist.

Seit der Zeit von Buddha Shakyamuni sind die Sesshin das Herz des Zen. Es handelt sich um Perioden der Übung, die der intensiven Zazen-Praxis gewidmet sind. Es bedeutet, seinen Egoismus, den Geist der Trennung aufzugeben, und sich in Einklang bringen mit den Anderen, der Natur, der kosmischen Ordnung. Während eines Sesshin, dessen Dauer zwischen einem und mehreren Tagen variiert, ist jede Handlung die Fortsetzung von Zazen, alle Handlungen sind vom Geist der Praxis belebt. Zazen, die Arbeit, die Mahlzeiten, der Schlaf werden zu Dokan, zum Ring des Weges, ohne Anfang, ohne Ende. Das Sesshin wird auf diese Weise zu einem Fundament für die Verwirklichung der Praxis im alltäglichen Leben. Konzentriert man sich auf einen Punkt nach dem anderen, wird unser Leben eine harmonische Linie. Zen besteht darin, in der vollkommenen Gegenwart des Seins zu leben. Es ist die Erfahrung der Ewigkeit im gegenwärtigen Moment.

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